
Boris Johnson äußerte sich enttäuscht über die Signale der Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel in Brüssel.Bild: reuters / PETER NICHOLLS
International
16.10.2020, 13:1916.10.2020, 13:29
Der britische Premierminister Boris Johnson hat sein Land auf einen harten Bruch mit der EU ohne Vertrag zum 1. Januar eingestimmt. Ein Abkommen mit Brüssel sei unwahrscheinlich, teilte er am Freitag in London mit.
Johnson äußerte sich enttäuscht über die Signale der Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel in Brüssel. Der Gipfel sei nicht "sehr ermutigend" gewesen, sagte Johnson am Freitag in einer Fernsehansprache. Wenn es keine "fundamentalen Änderungen" an der Position der EU gebe, werde man sich wohl nicht einigen können, sagte er weiter und stimmte sein Land auf einen harten Bruch mit der Staatengemeinschaft ein. Sollte die EU zu Zugeständnissen bereit sein, sei London jedoch zu Gesprächen bereit.
Die EU-Staatschefs hatten am Donnerstag betont, Großbritannien müsse sich bewegen - man wolle zwar einen Handelspakt für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase, aber nicht zu jedem Preis. Ohne Einigung droht ein Abkommen mit Zöllen und hohen Handelshürden.
(hau/dpa)
Nach der Wahl ist vor der Wahl: Friedrich Merz hat es im zweiten Versuch dann doch noch geschafft, eine Mehrheit im Bundestag für sich zu finden und ist Kanzler. Doch am Dienstag blieb es nicht nur bei einem Stolperer.
Bedröppelt musste CDU-Chef Friedrich Merz am Vormittag im Plenum dabei zusehen, wie Bundestagspräsidentin Julia Klöckner in einer etwas wirren Wortreihenfolge verkündete, er sei "zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland nicht gewählt" worden.