Auf dem Mittelmeer sind vor der libyschen Küste am Montag mehr als 250 Migranten gerettet worden. Das deutsche Rettungsschiff "Eleonore" nahm rund 100 Migranten nahe Libyen auf.
Auf dem Mittelmeer sind vor der libyschen Küste am Montag mehr als 250 Migranten gerettet worden. Das deutsche Rettungsschiff "Eleonore" nahm rund 100 Migranten nahe Libyen auf.Bild: picture alliance/dpa

Italien verbietet deutschem Rettungsschiff "Eleonore" das Anlegen

27.08.2019, 13:27

Italiens Innenminister Matteo Salvini hat dem deutschen Rettungsschiff "Eleonore" mit rund 100 Migranten an Bord das Anlegen in den Häfen des Landes verboten.

  • Das Schiff mit deutscher Flagge dürfe nicht in italienische Gewässer fahren, hieß es am Dienstag aus dem Ministerium in Rom.
  • Die "Eleonore" hatte die Menschen am Montag vor der libyschen Küste aufgenommen.

Die "Eleonore" gehört dem deutschen Kapitän Claus-Peter Reisch und wird von der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline unterstützt. "Wir haben noch keine positive Rückmeldung von EU-Staaten erhalten", twitterte Reisch zur Aussicht auf einen sicheren Hafen.

Die heikle Situation im Mittelmeer

Italien hat seine Häfen für NGO-Schiffe weitestgehend geschlossen. Malta zeigte sich zwar zuletzt verhandlungsbereiter, gerettete Migranten aufzunehmen. Jedoch führt jede Rettungsaktion immer wieder zu langen Blockaden und Streit zwischen den EU-Staaten.

Zuletzt hatte die "Ocean Viking" der Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée vor rund zwei Wochen insgesamt 356 Menschen gerettet. Im Anschluss harrte das Schiff tagelang in internationalen Gewässern zwischen Malta und Italien aus. Am Ende nahm Malta die Menschen auf. Anschließend sollen die Geflüchteten auf andere europäische Länder verteilt werden.

(ll/dpa)

Feuersbrünste wüten in Mittelmeerländern – weiter höchste Brandgefahr

In Italien, Griechenland und der Türkei verwandeln verheerende Brände Urlaubsregionen in verkohlte Landschaften. Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes näherten sich die Flammen in der Nacht zum Donnerstag dem Dorf Olympia und der berühmten antiken Stätte, wo vor den Spielen stets das Olympische Feuer entzündet wird. In vielen Gegenden am Mittelmeer wird auch für die kommende Woche höchste Brandgefahr vorausgesagt, Experten zufolge ist auch in den kommenden Tagen schon mit schweren Feuerschäden zu rechnen.

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