Deutschland

Warum Söder plötzlich nicht mehr von "Asyltourismus" reden will

12.07.2018, 06:2312.07.2018, 14:28

Manche Nachrichten überraschen dann doch noch: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will den umstrittenen Begriff "Asyltourismus" nicht mehr verwenden – nachdem er ihn in den vergangenen Wochen immer wieder verwendet hatte.

Der CSU-Politiker sagte am späten Mittwochabend im bayerischen Landtag:

"Für mich persönlich gilt: Ich werde das Wort Asyltourismus nicht wieder verwenden, wenn es jemanden verletzt."

Diese Entscheidung sei unabhängig von seiner persönlichen Wertung, wichtiger sei aber, dass Wortdebatten sinnvolle Sachfragen nicht verhindern dürften.

Die Debatte um das Wort "Asyltourismus"
Über die Wortwahl Söders war in den vergangenen Tagen sehr viel diskutiert worden. Söder hatte den Begriff im erbitterten Asylstreit der CSU mit der CDU verwendet, um darauf hinzuweisen, dass es Asylbewerber gibt, die sich nur aus wirtschaftlichen Gründen in ein Asylverfahren in Deutschland begeben. Die SPD im bayerischen Landtag hatte Söder wegen der Wortwahl sogar mit einer Klage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof gedroht, sollte die Staatsregierung nicht bis zum 15. Juli eine im Parlament erbetene Begriffsdefinition vorlegen.

(pb/dpa)

Attentat in Colorado Springs: Nyke Slawik fordert Solidarität, Zusammenhalt und Liebe

Ein brutaler Anschlag auf die Menschlichkeit. Schüsse, Schreie, Tote, Verletzte. Dort, wo eigentlich ein sicherer Ort sein sollte. Wo Menschen feiern, tanzen und Spaß haben wollen. Hier betrat nach Überzeugung der US-amerikanischen Polizei ein 22-jähriger Mann einen LGBTQ-Nachtclub mit einem Sturmgewehr und einer Handfeuerwaffe. Er eröffnete sofort das Feuer.

Zur Story