Bild: Uwe Anspach/dpa (Symbolbild)

Muslimin verweigert Handschlag – und darf nicht Französin werden

20.04.2018, 10:25

Am Donnerstag wurde in Frankreich ein ungewöhnliches Urteil gefällt: Einer algerischen Muslimin ist zu Recht die französische Staatsbürgerschaft verweigert worden, weil sie bei der Zeremonie zu ihrer Einbürgerung den Handschlag mit Männern verweigert hatte.

Dieses Urteil fällte am Donnerstag das höchste französische Verwaltungsgericht. Die Pariser Richter wiesen damit in letzter Instanz die Berufung der Frau zurück.

Was war passiert?

  • Die mit einem Franzosen verheiratete Algerierin sollte eigentlich im Juni 2016 eingebürgert werden.
  • Bei der Einbürgerungszeremonie im Departement Isère weigerte sie sich dann aber, dem zuständigen Beamten und einem Lokalpolitiker die Hand zu geben.
  • Sie berief sich auf ihren "religiösen Glauben", der ihr verbiete, fremde Männer zu berühren.

Die Regierung verweigerte ihr daraufhin die französische Staatsbürgerschaft: Das Verhalten der Frau zeige, dass sie "nicht in die französische Gesellschaft integriert" sei. Dagegen war die Frau vor Gericht gegangen.

(pb/afp)

Was vom Nato-Gipfel zu erwarten ist und was es mit der Erhöhung der Eingreifkräfte auf sich hat
Vor dem Nato-Gipfel am 29. und 30. Juni verkündete Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag die "größte Neuaufstellung unserer kollektiven Verteidigung und Abschreckung seit dem Kalten Krieg". Das bedeutet: Rund 300.000 Nato-Streitkräfte sollen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt werden.

Drei Tage lang haben sich die sieben größten Industrienationen der Welt auf dem G7-Gipfel im bayerischen Elmau über die Weltwirtschaftslage beraten. Am Dienstag ging es für Bundeskanzler Olaf Scholz, US-Präsident Joe Biden und einige andere Staats- und Regierungschefs weiter nach Madrid: zum Nato-Gipfel.

Zur Story