Sicherheitskräfte tragen Alexej Nawalny weg 
Sicherheitskräfte tragen Alexej Nawalny weg 
Bild: AP

Russlands Oppositionsführer Nawalny wieder frei

05.05.2018, 15:0806.05.2018, 13:19

Kurz vor der erneuten Vereidigung des russischen Staatschefs Wladimir Putin am Montag sind der Regierungskritiker Alexej Nawalny und weitere 1600 Demonstranten festgenommen worden. Der prominenteste Oppositionspolitiker Russlands wurde nach den Protestaktionen am Samstag wieder freigelassen. Ihm werde vorgeworfen, ein unerlaubtes Treffen organisiert und sich den Anordnungen der Polizei widersetzt zu haben, erklärte der 41-Jährige am frühen Sonntagmorgen.

"Offenbar gab es den Befehl, mich vor der Vereidigung nicht ins Gefängnis zu stecken." Nach Nawalnys Worten ist seine Anhörung vor Gericht für Freitag angesetzt. Ihm droht ein Monat Haft.Putin war im März mit einer Mehrheit von 77 Prozent im Präsidentenamt bestätigt worden und ist damit im flächenmäßig größten Land der Erde für weitere sechs Jahre an der Macht.

Er steht entweder als Präsident oder Ministerpräsident seit dem Jahr 2000 an der Spitze Russlands. Für seine Vereidigung ist am Montag eine aufwendige Feier geplant.Nawalny und seine Unterstützer werfen dem 65-jährigen Putin vor, das Land wie ein Monarch zu regieren. "Braucht Ihr einen Zaren?", rief der Dissident am Samstag seinen Anhängern in der Moskauer Innenstadt zu, die mit "Nein!" antworteten. Kurz darauf wurde Nawalny von der Polizei abgeführt.

Nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation OVD-Info gab es landesweit 1597 Festnahmen, davon knapp die Hälfte in der Hauptstadt. Die Polizei erklärte dagegen einem Interfax-Bericht zufolge, es habe in Moskau 300 Festnahmen gegeben. Insgesamt gab es demnach 1500 Demonstranten in der Metropole. Aktionen gab es auch in St. Petersburg, in Sibirien und im Fernen Osten.

(pbl/afp)

Nicht nur in Deutschland gibt es Kritik: So verlief der Impfstart in Europa

Die Impfkampagne ist in Deutschland eher schleppend angelaufen. Auf der einen Seite herrscht Zurückhaltung, gleichzeitig wird sich über zu wenig Impfstoff beklagt.

Die Bundesregierung und auch die EU-Kommission mussten sich viel Kritik anhören. Bislang bekamen über eine halbe Million Menschen in Deutschland ein Vakzin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte, dass der Impfstoff über Wochen und Monate hinweg knapp sein werde - vor allem anfangs, da die Produktionskapazitäten noch …

Artikel lesen
Link zum Artikel