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Israel-Krieg: USA mit klarer Ansage an Iran und Hisbollah

President Joe Biden delivers remarks with Vice President Kamala Harris and Secretary of State Antony Blinken on the terrorist attacks in Israel from the State Dining Room of the White House in Washing ...
US-Präsident Joe Biden hat mit Ausbruch des Krieges in Israel Einheiten in den Nahen Osten verlegt.Bild: imago images / UPI Photo/ Shawn Thew
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Israel-Krieg: USA mit klarer Ansage an Iran und Hisbollah

11.10.2023, 10:2917.10.2023, 14:24
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Nachdem die Terrororganisation Hamas Israel überfallen hat, ist die Welt im Nahen Osten aus den Fugen. Israel hat das Kriegsrecht ausgerufen und führt massive Gegenangriffe durch. Tausende Menschen sind mittlerweile auf beiden Seiten getötet oder verletzt worden. Die Hamas-Terroristen haben zahlreiche Menschen aus Israel in den Gaza-Streifen verschleppt und halten sie nun dort gefangen. Berichte über Misshandlungen machen die Runde.

Die Lage ist angespannt und die Sorge groß, dass weitere Akteur:innen in den Krieg einsteigen könnten. Die USA, ein Verbündeter Israels, sind mittlerweile mit eigenen Einheiten in der Region präsent. Und sie richten deutliche Worte an den Iran und seine Terrorgruppe Hisbollah.

USA warnen vor Kriegseintritt

Die Verlegung der Einheiten in die Region soll laut den USA eine beruhigende Botschaft an Israel darstellen. Aber nicht nur. Wie der oberste General der USA erklärt, sei das auch eine klare Warnung an den Iran und seine libanesische Terrorgruppe Hisbollah. Die Botschaft: "Sich nicht einzumischen", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters General Charles Q. Brown.

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Mit großer Sorge beobachteten die USA die Nordgrenze Israels – also den Teil des Landes, der an den Libanon grenzt. Im Libanon agiert die Terrororganisation Hisbollah, die als militärischer Handlanger des Iran gilt. Ein Eintreten der Hisbollah in den Krieg, heißt es laut dem kanadischen Medium CBC, könnte auch die USA hineinziehen. Dann nämlich könnten US-Truppen Israel verteidigen, heißt es laut CBC von Seiten der USA.

Der Flugzeugträger der US-Truppen stünde genau für den Fall bereit, dass neue Parteien in den Krieg eingriffen. Präsident Joe Biden sagte dazu: "An jedes Land, jede Organisation, jeden, der daran denkt, die Situation auszunutzen, habe ich ein Wort: Tun Sie es nicht."

Bisher gab es nur einzelne Kampfhandlungen an der nordisraelischen Grenze, Israel antwortete direkt mit Gegenangriffen. Zum letzten großen Krieg zwischen Israel, dem Iran und der Hisbollah kam es 2006. General Brown sagte laut Reuters dazu: "Wir wollen eine ziemlich deutliche Botschaft senden. Wir wollen nicht, dass sich diese Situation ausweitet, und wir wollen, dass der Iran diese Botschaft laut und deutlich vernimmt."

Bislang zeichnet sich nicht ab, dass Iran und die Hisbollah in den Krieg einsteigen werden. Hisbollah-Expertin Hanin Ghaddar vom Washington Institute for Near East Policy schreibt in einem mehrteiligen Thread auf X, früher Twitter, sie gehe aktuell nicht davon aus, dass die Terrororganisation in den Krieg eingreifen wird. Sie räumt jedoch ein Szenario ein: "Wenn dieser Krieg für Iran extrem wichtig ist, wenn es wirklich DER Krieg ist – wenn die nächsten Schritte geplant sind – dann wird die Hisbollah daran beteiligt sein."

Die USA bereiten die Region auf dieses Szenario zumindest vor. Präsident Joe Biden hat bereits Kriegsschiffe und einen Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer verlegen lassen, er bereitet seine Nation außerdem auf den Einsatz von Bodentruppen vor. Auch die Airforce wird auf eine Verlegung in die Region vorbereitet.

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