Politik
International

Türkei kündigt nach neuen US-Strafzöllen Vergeltung an

U.S. President Donald Trump, left, talks to Turkish President Recep Tayyip Erdogan, right, as they tour the new NATO headquarters in Brussels, Belgium, Wednesday, July 11, 2018. NATO countries' h ...
Beim Geld hört die Freundschaft auf.Bild: Presidency Press Service/ap
International

Trump und Erdogan werden keine Freunde mehr – wie sich ihr Handelsstreit jetzt verschärft

11.08.2018, 09:43
Mehr «Politik»

Der Konflikt zwischen Ankara und Washington spitzt sich zu: Am Freitag hat die Türkei nach neuen Strafzöllen der USA gegen das Land Vergeltung angekündigt. Die US-Strafzölle kommen inmitten einer massiven Krise der Landeswährung Lira.

  • In einer Stellungnahme aus dem Außenministerium betonte Sprecher Hami Aksoy am späten Freitagabend, die USA sollten wissen, dass sie Kooperation nicht mit Sanktionen und Unterdrückung erreichen könnten.
  • In dem Schreiben heißt es weiter, dass die Sanktionen der Beziehung zwischen der Türkei und den USA schadeten. Es werde auf alle Schritte gegen die Türkei eine Antwort geben, hieß es in dem Schreiben weiter.

Die USA fordern die Freilassung des in der Türkei festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson und weiterer amerikanischer Staatsbürger. Die Affäre hatte zum Absturz der Lira stark beigetragen.

Der Absturz der Lira:
Am Freitag war die Lira nach einer bereits seit Monaten andauernden Talfahrt auf ein neues Rekordtief abgesackt. Der Devisenmarkt reagierte unter anderem auf ein Maßnahmenpaket zur Rettung der angeschlagenen türkischen Wirtschaft. Analysten kritisierten, dass es zu vage sei.

Zwei kämpferische Reden des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ließen die Kurse weiter fallen. Er machte den Westen für den Verfall der Lira verantwortlich und rief die Türken dazu auf, Dollar und Euro in Lira umzutauschen. Solidarität werde die wichtigste Reaktion auf den Westen sein. Die Krise sei "künstlich".

Die Türkei werde den "Wirtschaftskrieg" gewinnen. Kaum verhohlen auf die USA bezogen, sagte Erdogan, dass Versuche, die Türkei zu schikanieren, scheitern würden.

(pb/dpa)

Am Mittwoch entscheidet sich die Zukunft der Weltwirtschaft
Donald Trump will den globalen Handel neu organisieren.

Alle starren darauf, wie das Kaninchen auf die Schlange, keiner weiß, was uns erwartet: Donald Trumps "liberation day" hält Manager, Ökonomen und Investoren gleichermaßen in Atem. Die Rede ist von "reziproken Zöllen", will heißen, die USA wollen jedem Land die gleichen Zölle aufbürden, unter denen die eigenen Exporte zu leiden haben. Oder auch nicht: Vielleicht werden auch allen Ländern pauschal 20 Prozent Zölle aufgebrummt.

Zur Story