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Zuckerberg geht ins Europaparlament. Und spricht jetzt doch öffentlich

21.05.2018, 13:26

Facebook-Chef Mark Zuckerberg wird nach Druck aus dem EU-Parlament voraussichtlich doch öffentlich in Brüssel aussagen. Sein Treffen mit den Fraktionsspitzen am Dienstag wegen des Datenskandals um Cambridge Analytica werde live im Internet (18.15 Uhr) übertragen, teilte Parlamentspräsident Antonio Tajani am Montag mit.

Das Europaparlament hatte wochenlang versucht, Zuckerberg zu einer Aussage zu bewegen. Dieser hatte demnach zunächst versucht, seinen Vize-Chef für Öffentlichkeitsarbeit, Joel Kaplan, vorzuschicken. Bis zuletzt war für Dienstag ein Treffen hinter verschlossenen Türen geplant. 

Guy Verhofstadt. ehemaliger Regierungschef Belgiens und jetzt Fraktionschef der Liberalen im Europaparlament, hatte daraufhin seine Teilnahme abgesagt.

Auch die umtriebigen Europa-Grünen hatten sich dafür eingesetzt, das Treffen öffentlich zu machen. "Es wäre auch zu absurd gewesen, wenn ausgerechnet eine Anhörung mit dem Chef der Datenkrake Facebook hinter verschlossen Tür stattgefunden hätte", erklärte der renommierte Grünen-Abgeordnete Sven Giegold.

Im Skandal um Facebook und Cambridge Analytica könnten auch die Daten von Millionen EU-Bürgern betroffen sein.

Zuckerberg hatte sich zuvor schon vor dem US-Kongress erklärt. 

(dpa)

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In der Anhörung im US-Kongress sagte Zuckerberg auf eine entsprechende Frage, dass auch seine Informationen an das umstrittene Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica gegangen seien. Weitere Details dazu gab es zunächst nicht.

Facebook wusste seit Ende 2015 von der unerlaubten Datenweitergabe – gab sich aber mit der Zusicherung zufrieden, dass sie vernichtet worden seien und informierte die betroffenen Nutzer nicht. Das wird erst jetzt nachgeholt.

(aj/dpa)

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