Ein polnischer Polizist im Einsatz. 
Ein polnischer Polizist im Einsatz. dppa

Fünf Mädchen sterben bei Brand in Escape-Room in Polen 

05.01.2019, 09:14

Es sollte ein Freizeitspaß werden und endete tödlich: Während eines Spiels in einem Escape-Room ist in Polen ein Brand ausgebrochen. Fünf junge Frauen starben.

Nach dem tödlichen Brand bei einem "Escape-Game" in Polen steht nun die Ermittlung der Ursache im Fokus. Darüber hinaus sollen am Samstag die Brandschutzmaßnahmen in allen Escape-Räumen in Polen überprüft werden, wie der polnische Innenminister Joachim Brudzinski ankündigte.

Vor dem Escape Room.
Vor dem Escape Room.Bild: rtr

Im nordpolnischen Koszalin (Köslin) waren am späten Freitagnachmittag fünf 15-jährige Mädchen bei einem Feuer ums Leben gekommen. Sie hatten den Geburtstag eines der Teenager gefeiert. Ein 26-jähriger Mann wurde zudem mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht.

Escape Rooms in Polen 
In einem Escape-Room muss eine Gruppe unter Zeitdruck bestimmte Rätsel und Aufgaben lösen, um aus dem Raum "entkommen" zu können. Das Spiel erfreut sich in den letzten Jahren in vielen Ländern immer größerer Beliebtheit. Die Betreiber von "Escape-Rooms" müssen in Polen bislang keine besonderen Genehmigungen der Feuerwehr einholen.

Die Behörden wollten bislang keine näheren Angaben zu dem Vorfall in Koszalin machen. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr brach der Brand in einem Nebenraum aus. Einer der Feuerwehrmänner vor Ort sagte der Zeitung "Gazeta Wyborcza", dass das Feuer schon in allen Räumen des Erdgeschosses gewütet habe, als die Feuerwehr angekommen sei. Das Feuer habe also allem Anschein nach den Opfern den Fluchtweg abgeschnitten.

Ausgelöst wurde das Feuer nach Angaben der Zeitung wahrscheinlich durch die Explosion einer Gasflasche. Die Pressesprecherin der Koszaliner Polizei betonte jedoch, dass man noch nichts zu den Ursachen des Brandes sagen könne.

Polens Innenminister Joachim Brudzinski kündigte Überprüfungen der Brandschutzmaßnahmen in allen Escape-Räumen in Polen an. Den Familien der Opfer sagte er unbürokratische Hilfe zu.

(hd/dpa)

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