International

Wegen 3 dubioser Koffer wurde Ex-Präsident Sarkozy festgenommen

20.03.2018, 08:4120.03.2018, 11:43
epaselect epa05639493 Former French president and candidate for the right-wing Les Republicains (LR) party primary ahead of the 2017 presidential election Nicolas Sarkozy leaves a polling booth as he  ...
Frankreichs Justiz ermittelt gegen Nicolas Sarkozy wegen dubioser Geldkoffer aus Libyen.bild: dpa

Der frühere französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy ist im Rahmen von Justizermittlungen festgenommen worden. Es geht um Vorwürfe, wonach für Sarkozys Wahlkampf 2007 Gelder aus Libyen geflossen sein sollen. Das berichteten am Dienstag französische Medien.

Demnach wurde Sarkozy in Nanterre für eine Anhörung in Polizeigewahrsam genommen. Auch sein ehemaliger Minister Brice Hortefeux soll demnach befragt werden.

Konkret geht es um die Finanzierung von Sarkozys Wahlkampf im Jahr 2017. Die Gerüchte über dubiose Geldspenden schwelen schon seit Jahren. Auch die französische Justiz hatte sich damit schon befasst und Sarkozy 2014 bereits einmal vernommen.

Nach französischen Medienberichten geht es im aktuellen Fall, um drei dubiose Koffer, die Sarkozy im Wahljahr 2007 von einem libyschen Geschäftsmann erhalten haben soll. Prall gefüllt mit fünf Millionen Euro vom libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi. Sarkozy hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Sarkozy war von 2007 bis 2012 Präsident gewesen. Ein Geschäftsmann hatte in einem Interview gesagt, er habe Ende 2006 oder Anfang 2007 mehrere - vom libyschen Regime vorbereitete - Koffer mit insgesamt fünf Millionen Euro ins französische Innenministerium gebracht. Sarkozy war damals Innenminister. Vorwürfe wegen angeblicher Wahlkampfspenden des damaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi an Sarkozy beschäftigen die französische Justiz seit Jahren. Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte dazu im April 2013 ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. (dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Alle Storys anzeigen
Wladimir Putin wird immer mehr wie Josef Stalin
Der russische Präsident ist isoliert, paranoid – und brandgefährlich.

Nach den schmachvollen Niederlagen vor Kiew, der Flucht der russischen Truppen aus der Gegend um Charkiw und jetzt – falls es tatsächlich keine Falle ist – dem Rückzug aus Cherson, müsste Wladimir Putin eigentlich erledigt sein. Viel mehr militärisches Desaster geht nicht. Doch davon gibt es bisher keine Anzeichen. Stattdessen macht es den Anschein, als würde der russische Präsident nach wie vor fest im Sattel sitzen. Denn wie man die Macht sichert, hat er von seinem Vorbild gelernt, von Josef Stalin.

Zur Story