Smoke rises following an Israeli air strike on the Gaza Strip, as seen from the Israeli side of the border, May 12, 2018. REUTERS/Amir Cohen
Immer wieder gibt es Luftangriffe auf den Gazastreifen.Bild: AMIR COHEN/reuters (archivfoto)
International

2 Tote, mehrere Verletzte – Israel beschießt Gazastreifen

27.05.2018, 09:27

Bei einem israelischen Angriff im südlichen Gazastreifen sind am Sonntag mindestens zwei Palästinenser getötet und mehrere verletzt worden. Ein Sprecher des örtlichen Gesundheitsministeriums teilte mit, ein Gebiet in der Nähe von Chan Junis sei beschossen worden.

  • Die israelische Armee teilte mit, Ziel des Angriffs sei ein militärischer Aussichtsposten gewesen.
  • Es handele sich um eine Reaktion auf die Explosion eines von Palästinensern gelegten Sprengsatzes an der Grenze. Dabei sei niemand verletzt worden.

Schon in der Nacht kam es an der Grenze zu Konflikten

Die israelische Luftwaffe hatte bereits in der Nacht Stellungen der radikalislamischen Hamas im südlichen Gazastreifen angegriffen. Ein Armeesprecher teilte mit, man habe damit auf das Vordringen mehrerer Palästinenser auf israelisches Gebiet reagiert.

Vier Männer hatten den Grenzzaun durchschnitten und nach Angaben der Armee versucht, Infrastruktur des Militärs zu beschädigen.

Ausschreitungen im Gazastreifen
Seit dem 30. März sind rund 120 Palästinenser bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten am Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen getötet worden. Tausende wurden verletzt.

Warum hat sich der Konflikt erneut verschärft? Die USA haben ihre Botschaft nach Jerusalem verlegt – und das hat Folgen: 

Die israelische Armee hatte am Samstag mitgeteilt, ein 20-jähriger Soldat sei an Verletzungen gestorben, die er bei einer Razzia im Westjordanland erlitten hatte.

Das Mitglied einer Eliteeinheit war bei dem Einsatz in einem Flüchtlingslager bei Ramallah von einem "schweren Objekt" getroffen worden. Nach Medienberichten handelte es sich um eine Marmorplatte, die ein Palästinenser ihm aus dem dritten Stock auf den Kopf geworfen hatte.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drückte "tiefes Bedauern" über den Tod des Soldaten aus. Die Armee sucht weiter nach dem Tatverdächtigen.

(pb/dpa)

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