Beim Geld hört die Freundschaft auf.
Beim Geld hört die Freundschaft auf.Bild: Presidency Press Service/ap

Trump und Erdogan werden keine Freunde mehr – wie sich ihr Handelsstreit jetzt verschärft

11.08.2018, 09:43

Der Konflikt zwischen Ankara und Washington spitzt sich zu: Am Freitag hat die Türkei nach neuen Strafzöllen der USA gegen das Land Vergeltung angekündigt. Die US-Strafzölle kommen inmitten einer massiven Krise der Landeswährung Lira.

  • In einer Stellungnahme aus dem Außenministerium betonte Sprecher Hami Aksoy am späten Freitagabend, die USA sollten wissen, dass sie Kooperation nicht mit Sanktionen und Unterdrückung erreichen könnten.
  • In dem Schreiben heißt es weiter, dass die Sanktionen der Beziehung zwischen der Türkei und den USA schadeten. Es werde auf alle Schritte gegen die Türkei eine Antwort geben, hieß es in dem Schreiben weiter.

Die USA fordern die Freilassung des in der Türkei festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson und weiterer amerikanischer Staatsbürger. Die Affäre hatte zum Absturz der Lira stark beigetragen.

Der Absturz der Lira:
Am Freitag war die Lira nach einer bereits seit Monaten andauernden Talfahrt auf ein neues Rekordtief abgesackt. Der Devisenmarkt reagierte unter anderem auf ein Maßnahmenpaket zur Rettung der angeschlagenen türkischen Wirtschaft. Analysten kritisierten, dass es zu vage sei.

Zwei kämpferische Reden des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ließen die Kurse weiter fallen. Er machte den Westen für den Verfall der Lira verantwortlich und rief die Türken dazu auf, Dollar und Euro in Lira umzutauschen. Solidarität werde die wichtigste Reaktion auf den Westen sein. Die Krise sei "künstlich".

Die Türkei werde den "Wirtschaftskrieg" gewinnen. Kaum verhohlen auf die USA bezogen, sagte Erdogan, dass Versuche, die Türkei zu schikanieren, scheitern würden.

(pb/dpa)

Vom Journalismus in die Flüchtlingshilfe: Wie Erfahrungen Andreas Tölke verändert haben

Über 30 Jahre war Andreas Tölke als Journalist tätig – bis er 2015 Geflüchtete bei sich aufnahm und sich von diesem Zeitpunkt an komplett der Flüchtlingshilfe widmete. Mittlerweile ist der 61-Jährige Vorstandsmitglied der NGO "Be an Angel". In den vergangenen Jahren kümmerte sich der Verein vor allem um Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan. 2021 wurden sie dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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