Transparenzhinweis
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Raketenalarm um Mitternacht, Sirenen über Kiew, Kinder im Pyjama fliehen in Keller: Unerbittlich greift Russland die Ukraine derzeit an, mit Hunderten Drohnen.
Unter massiven Verlusten verzeichnet Moskau leichte Geländegewinne nahe Pokrowsk, Nowopavliwka (östlich Dnipropetrowsk) sowie in Regionen um Sumy, Charkiw und Donezk. Auch in der West-Ukraine wurden mehrere Orte schwer getroffen, inklusive Wohnhäuser, Kindergärten und Bahnstationen.
Während Russland seine Drohnen- und Raketenangriffe auf die Ukraine intensiviert, kämpft die Luftabwehr mit deutscher Technologie an vorderster Front. Ein neues Video zeigt nun: Der Skynex trifft, ist präzise und tödlich. Und er könnte zum Symbol für eine neue Phase westlicher Unterstützung werden.
Am 12. Juli veröffentlichte die ukrainische Luftwaffe Aufnahmen, die zeigen, wie das deutsche Luftabwehrsystem Skynex mehrere russische Drohnen vom Himmel holt. Die Szenen wurden an einem geheim gehaltenen Ort und zu einem nicht näher genannten Zeitpunkt aufgenommen, wie "Kyiv Independent" berichtet. In der Aufnahme hört man die Stimme eines ukrainischen Soldaten. Ruhig, fast beiläufig sagt er: "Ziel erfasst. Ziel zerstört." Dann feuert das System erneut.
Insgesamt sollen laut Video mindestens sieben russische Drohnen vom Typ Shahed getroffen worden sein, eine davon kurz vor der Detonation.
Das System stammt vom Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall und wurde der Ukraine im Rahmen von zwei deutschen Hilfspaketen zur Verfügung gestellt. Laut Angaben der ukrainischen Luftwaffe zeigt das System "inspirierende Ergebnisse" im Schutz des eigenen Luftraums.
Auf Telegram schreibt die Luftwaffe: "Der Skynex-Flugabwehrkomplex von Rheinmetall, der bei unserer Luftwaffe im Einsatz ist, erzielt makellose Resultate bei der Zerstörung feindlicher Kampfdrohnen."
Das Herzstück von Skynex ist die Oerlikon Revolver Gun Mk3, eine 35-Millimeter-Kanone, die bis zu 1000 Schuss pro Minute abfeuern kann. Die Geschosse – sogenannte Ahead-Munition – explodieren kurz vor dem Ziel. Dabei setzen sie eine Wolke aus kleinen Wolfram-Partikeln frei, die das gegnerische Flugobjekt zuverlässig beschädigen oder zerstören.
Rheinmetall beschreibt Skynex als ein "vernetztes Luftabwehrsystem", das "mehrschichtigen Schutz gegen ein breites Spektrum an Luftbedrohungen" biete. Dazu gehören auch sogenannte Sättigungs- und Schwarmangriffe, bei denen viele Drohnen gleichzeitig angreifen.
Mit einer Reichweite von bis zu 4000 Metern ist das System vor allem für die Verteidigung gegen Drohnen konzipiert – darunter auch die von Russland eingesetzten, iranisch entwickelten Shahed-Drohnen, die regelmäßig auf zivile Infrastruktur zielen.
Die deutsche Bundesregierung hatte das erste Skynex-System bereits 2023 geliefert. Die zweite Einheit kam Ende April 2024. Laut Angaben von Rheinmetall sind es derzeit die einzigen zwei voll einsatzfähigen Systeme weltweit.
Schon im September 2024 hatte die ukrainische Luftwaffe erstes Videomaterial von Skynex-Einsätzen veröffentlicht. Das neue Material vom Juli bekräftigt: Das System ist nach wie vor präzise.
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Die Bilder sind nicht nur ein militärisches Signal – sie sind auch politisch brisant. Denn sie zeigen öffentlich: Deutschlands Waffen in der Ukraine sind gegen russische Angriffe hochwirksam. Und Kiew ist darauf angewiesen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert seit Monaten eine Verstärkung der Luftverteidigung. Denn für das Land ist es die effektivste Lebensversicherung. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, zusätzlich Patriot-Systeme aus den USA zu kaufen und an die Ukraine weiterzugeben. Auch sie sind hochmoderne Luftabwehrsysteme, die feindliche Flugkörper wie Raketen, Drohnen und Flugzeuge abfangen können. Parallel haben auch die USA signalisiert, über die Nato oder die EU Patriot-Systeme bereitzustellen.