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Politik

Australischer Senator äußert sich rassistisch zu Christchurch-Terror – und bekommt Ei ab

16.03.2019, 09:0716.03.2019, 11:38

Neuseeland kommt nach dem offenbar rechtsextremistischen Terroranschlag auf zwei Moscheen mit 49 Toten nicht zur Ruhe. Und auch in Australien, dem Herkunftsland des inhaftierten Täters, brodelt die Debatte.

  • Nach bisherigem Erkenntnisstand drang der Mann am Freitag (Ortszeit) zunächst in die Al-Nur-Moschee der neuseeländischen Stadt Christchurch ein, in der sich gerade mehr als 300 Menschen zum Freitagsgebet versammelt hatten. (watson berichtete)
  • Dort schoss er mit Schnellfeuerwaffen um sich und tötete 41 Menschen. Anschließend fuhr er zu einer zweiten Moschee und brachte acht weitere Menschen um. Mit einer Helmkamera filmte der Australier die Tat und übertrug sie auch live ins Internet.
  • Dem inhaftierten Täter, ein 28-jähriger Australier, wird nun offiziell vielfacher Mord zur Last gelegt.

Während Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern strengere Waffengesetze fordert, verschärft sich die Debatte in der Region. Eine Rolle spielt dabei auch der australische Senator Fraser Anning, der nach dem Terroranschlag gesagt hatte: "Die wahre Ursache für das Blutvergießen auf den Straßen Neuseelands ist das Einwanderungsprogramm, das es muslimischen Fanatikern ermöglichte, überhaupt nach Neuseeland zu wandern."

Anning sagte auch, dass Aufrufe, die Waffengesetze zu verschärfen oder Menschen mit "nationalistischen Ansichten" zu beschuldigen, "klischeehafter Unsinn" seien. (newshub.co.nz)

Annings Äußerungen wurden stark kritisiert – dabei blieb es aber nicht. Am Samstag (Ortszeit) wurde der Politiker in Melbourne Opfer einer "Eier-Attacke". In einem Video, das auf Twitter kursiert, ist zu sehen, wie Anning bei einem Interview von einem jungen Mann unterbrochen wird, der ihm ein rohes Ei auf dem Hinterkopf schlägt:

Weiter ist zu sehen, wie Anning nach dem Ei-Angriff sich zu dem jungen Mann umdreht – und beginnt auf ihn einzuschlagen. Dann bricht ein Tumult aus.

Anning sitzt sei 2017 ohne Parteizugehörigkeit im australischen Senat, zwischen 2014 und 2018 war er Mitglied in der rechtspopulistischen One Nation-Partei, die bei den Parlamentswahlen 2016 vier Sitze im Senat gewann.

(pb/dpa)

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