U.S. President Donald Trump participates in a roundtable discussion on the Federal the Commission on School Safety report at White House in Washington on December 18, 2018. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTx ...
US-Präsident Donald TrumpBild: imago stock&people
Politik

Trump ist zufrieden mit seiner Arbeit in Syrien – und zieht US-Truppen ab

19.12.2018, 16:3819.12.2018, 17:10

Job erledigt – denkt sich US-Präsident Donald Trump. Der IS ist in seinen Augen in Syrien besiegt. Nun bereiten die USA den kompletten Abzug ihrer Streitkräfte aus dem Land vor. Und es soll schnell gehen.

  • Ein US-Regierungsvertreter bestätigte Medienberichte, wonach die derzeit rund 2000 US-Soldaten in Syrien das Land verlassen sollen. 
  • Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, teilte am Abend mit, der Rückzug der Soldaten aus Syrien habe bereits angefangen. "Wir haben damit begonnen, US-Soldaten nach Hause zu holen, während wir in die nächste Phase dieses Einsatzes übergehen", sagte sie.
  • Der Nachrichtensender CNN hatte zuvor unter Berufung auf Regierungsangaben berichtet, es sei ein "schneller" und "vollständiger" Rückzug geplant.
  • Trump schrieb auf Twitter, die USA hätten mit dem Sieg über die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ihr Ziel in Syrien erreicht.

"Wir haben ISIS in Syrien geschlagen, mein einziger Grund, während der Trump-Präsidentschaft dort zu sein", schrieb Trump. Trump hatte bereits im März einen baldigen Abzug der Truppen aus Syrien in Aussicht gestellt, doch blieb es damals bei der Ankündigung.

Laut Wall Street Journal sollen auch bereits Verbündete in Syrien informiert worden sein. Der nun geplante Abzug betrifft demnach den Nordosten Syriens, wo die US-Soldaten den Kampf lokaler Milizen gegen die IS-Miliz unterstützen.

Hintergrund: Was die USA überhaupt in Syrien tun

Die USA haben derzeit rund 2000 Soldaten in Syrien stationiert, offiziell als Berater und Trainer der syrischen Oppositionstruppen. Sie unterstützen in Nordsyrien seit Jahren die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), deren Rückgrat die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) bilden.

In der Türkei stößt die Militärhilfe für die Kurdenmiliz auf scharfe Kritik, da sie eng mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden ist, die seit 1984 einen blutigen Kampf gegen den türkischen Staat führt. Erst kürzlich kündigte die Türkei eine neue Offensive gegen die YPG an.

(sd/dpa)

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