Australian Federal Police Commander Jennifer Hurst speaks as she stands near to part of a Buk missile recovered from the site of the MH17 crash, during a press conference regarding the downing of the  ...
Die Ermittler präsentieren einen Teil der russischen Buk-Rakete, die nach ihren Erkenntnissen das Flugzeug MH17 im Juli 2014 getroffen hat.Bild: AP
International

Codename "Orion" – Ermittler nennen den Namen eines Verdächtigen im Fall der MH17

27.05.2018, 11:3927.05.2018, 11:42

Nach den für Russland belastenden Ergebnissen einer internationalen Ermittlungskommission zum Abschuss des Verkehrsflugzeugs MH17 ist erstmals der Name eines Verdächtigen bekannt geworden.

Demnach handelt es sich bei dem mutmaßlich Beteiligten um Oleg Ivannikow, einem Offizier des russischen Militärgeheimdienst GRU. Das berichtete die niederländische Zeitung Volkskrant.

"Es gibt einen direkten Link nach Russland."
Stef Block, niederländischer Außenminister

Ivannikow soll noch heute für den russischen Geheimdienst arbeiten, zuletzt in Syrien.  Der Agent, Codename "Orion", soll nach Erkenntnissen der niederländischen Ermittler, die Operationen pro-russischer Rebellen im Osten der Ukraine geleitet haben.

Nach Überzeugung der niederländischen Behörden steckt Ivannikow hinter einem Funkspruch, der die erfolgreiche Installation des Raketenwerfers im Osten der Ukraine meldet. Der niederländische Außenminister Stef Blok sprach von einem "direkten Link" nach Russland.

Beim Absturz der Maschine auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur im Juli 2014 über dem Osten der Ukraine waren 298 Menschen umgekommen, überwiegend Niederländer. Eine internationale Expertenkommission hatte am Donnerstag Russland als Verantwortlichen genannt.

Laut den Experten weisen die Spuren am Absturzort daraufhin, dass die eingesetzte BUK-Boden-Luft-Rakete aus dem Besitz der 53. russischen Luftabwehrbrigade stammen. Die Niederlande streben einen Prozess gegen Verantwortliche des Abschusses vor einem Gericht in den Niederlanden an.

(per)

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