Bild: E+

Und wie würde ein männlicher Autor dich beschreiben?

04.04.2018, 16:5805.04.2018, 14:15

Können männliche Autoren eigentlich authentisch aus einer weiblichen Perspektive schreiben?

Reicht die Vorstellungskraft, um sich in weibliche Charaktere und ihre Lebenswelt hineinzudenken?

Das scheint bei einigen Schriftstellern nicht der Fall zu sein, zum Beispiel, wenn sie ihre Protagonistinnen mit starker Betonung auf das Äußere beschreiben.

Auf Twitter entstand nun eine Diskussion zum Thema, die durch einen Tweet der Autorin Gwen C. Katz losgestoßen wurde.

Katz zitiert darin einen bislang unbekannten, männlichen Autor. 

Dort lässt der Autor seine Protagonistin unter anderem so über sich selbst sprechen:

"Ich bin groß (aber nicht zu groß), habe schöne Kurven, wenn ich das so sagen darf, trage Hosen, die so unglaublich eng sind, dass wenn ich eine Kreditkarte in meiner hinteren Hosentasche hätte, du das Verfallsdatum lesen könntest[...]"

Die Podcasterin und Schriftstellerin Whit Reynolds machte daraufhin ein Gedankenexperiment. 

Twitter User(innen) sollten sich jetzt selbst so beschreiben, wie es sonst ein männlicher Autor machen würde

Daraus entstand eine Twitter-Challenge, die schon jetzt das Zeug zum Thread des Jahres hat

Über 1000 Antworten sammelten sich unter dem Tweet: Frauen aller Altersgruppen, Nationalitäten und ihre fiktiven, männlichen Selbstbeschreibungen.

Dass es den Userinnen so einfach fiel, sich männliche Beschreibungen auszudenken, zeigt vor allem, wie weit verbreitet das Phänomen ist.

Auch andere gesellschaftliche Themen kamen durch die Challenge auf.

In einem weiteren Tweet hat Katz trotzdem noch einmal klar gemacht, dass sie natürlich glaubt, dass auch Männer weibliche Erzählungen realistisch schreiben können.

Und wie würde dich ein männlicher Autor beschreiben? Schreib es uns in den Kommentaren

Das könnte dich auch interessieren:

Alle Storys anzeigen

Exklusiv

Grünen-Politiker Erik Marquardt kritisiert G20-Afghanistan-Gipfel: "Man macht die gleichen Fehler, die man vor 20 Jahren gemacht hat"

Die Taliban erobern Afghanistan und es gibt einen Aufschrei in der deutschen Gesellschaft. Dann kommt die Bundestagswahl und die Zustände am Hindukusch geraten fast wieder in Vergessenheit. Aber nur fast.

"Kabul Luftbrücke" rettet weiter. Nur nicht mehr ganz so medienwirksam, wie es die Initiative, die unter anderem von Grünen-Politiker Erik Marquardt ins Leben gerufen wurde, noch im August getan hat – zu der Zeit, als die neue alte Afghanistan-Krise ihren zwischenzeitlichen Höhepunkt hatte. Zumindest, was die mediale Aufmerksamkeit angeht.

Dass noch immer Deutsche in Afghanistan festsitzen, dass dort noch immer Menschen von den radikal-islamischen Taliban verfolgt werden, dass Frauenrechte, …

Artikel lesen
Link zum Artikel