SPD denkt über Grundeinkommen als Hartz-IV-Ersatz nach
28.03.2018, 07:5228.03.2018, 08:17
Mehr «Politik»
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zeigt sich offen für Gespräche über eine Abschaffung von Hartz IV und die Einführung eines solidarischen Grundeinkommens: "Das ist eine notwendige Debatte, die wir führen werden." ("Bild")
"Ich setze dabei auf konkrete und machbare Lösungen, die der Lebensrealität der Menschen entsprechen."
Hubertus Heil, Bundesarbeitsminister
Die Debatte war von Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) angestoßen worden. Er hatte ein "solidarisches Grundeinkommen" von rund 1200 Euro für Langzeitarbeitslose gefordert, die dafür im kommunalen Bereich beschäftigt werden sollen.
Aus Sicht der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer könnte am Ende eines solchen Prozesses "das Ende von Hartz IV stehen".
Von Arbeitgeberseite wurde der Vorstoß bereits als Irrweg zurückgewiesen.
Die Kernidee sei nichts anderes als ein Aufbau künstlicher Beschäftigung, die im unternehmerischen Wettbewerb keine Chance habe, sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer.
Die große Chance, dass Unternehmen händeringend Fachkräfte suchten, müsse genutzt werden, gerade Langzeitarbeitslose stärker direkt für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen. Auch in der Union stoßen die Überlegungen auf Skepsis.
Der CDU-Arbeitsmarktexperte Peter Weiß kritisierte, die Debatte lenke vom Ziel ab, Menschen schnell aus Hartz IV herauszubekommen. Ihnen würde der Anreiz genommen, sich um Arbeit zu bemühen.
Donald Trump nimmt Deutschland zum Vorbild: Änderung im US-Wahlrecht geplant
Donald Trump beschert den USA seit gut zwei Monaten viel Veränderung. Nun ist auch eine Erneuerung des Wahlrechts geplant.
In den vergangenen Wochen war es durchaus möglich, dass man die eine oder andere Änderung in den USA übersah. Zu perplex war so manche:r nach den skrupellosen Vorschlägen von Donald Trump in Bezug auf den Ukraine-Krieg, zu groß die Vielfalt an Feldern, in denen der US-Präsident plötzlich berichtenswerte Pläne verkündete.