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USA: Trump-Regierung weiß über Tod von Mitarbeiterin nicht Bescheid

President Donald Trump and Tesla CEO Elon Musk speak to reporters as they sit in a Tesla vehicle on the South Lawn of the White House Tuesday, March 11, 2025, in Washington. (Pool via AP)
Die Bros Elon Musk und Donald Trump rasieren in den USA gerade den Staat.Bild: ap
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USA: Trump-Regierung feuert Mitarbeiter – und empfiehlt Kontakt zu toter Kollegin

Donald Trump macht Ernst: Wer vor der zweiten Amtszeit des US-Präsidenten hoffte, dass er sich hinter seinen Aussagen versteckt und einigermaßen zurückhält, wurde bitter enttäuscht. Im Eiltempo dreht Trump die USA auf links – mit dem ein oder anderen peinlichen Fehler.
02.04.2025, 12:05
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Nicht nur in der Außenpolitik traut sich Trump, alle möglichen Brücken einzureißen, die sich seine Vorgänger jahrzehntelang aufgebaut haben. Auch daheim legt Trump die Axt an und entlässt tausende Regierungsmitarbeiter:innen.

Passend dazu hat er sich den reichsten Mann der Welt an seine Seite geholt, der zum einen in immer wildere Verschwörungstheorien abrutscht und zum anderen für die Rasur des Staats bestens vorbereitet ist: So erhielt Elon Musk zuletzt von einem weiteren Staatenhasser, Argentiniens Präsident Javier Milei, eine Kettensäge geschenkt.

Doch wer in Windeseile Massen an Angestellten entlässt, kann auch mal den Überblick verlieren. Wen haben wir schon entlassen? Wer ist noch da? Wer ist als Nächstes dran? Wer lebt überhaupt noch?

Trump-Regierung verweist Gefeuerte an tote Kollegin

Doch warum sollte sich die US-Regierung sonderlich dafür interessieren, welche Mitarbeiter noch am Leben sind? Das sollte ja eigentlich leicht zu erfassen sein – normalerweise.

Wie nun die "Washington Post" berichtet, hat die Trump-Administration zuletzt wohl den Überblick verloren. Sie feuerte zunächst mehrere Staatsangestellte im Gesundheitswesen.

Falls die Entlassenen finden, dass die Maßnahme "auf einer Diskriminierung aufgrund Ihrer Ethnie, Hautfarbe, Religion, Ihres Geschlechts, Ihrer nationalen Herkunft, Ihres Alters oder einer Behinderung" beruht, sollten sie sich an eine bestimmte Mitarbeiterin wenden.

Das wurde den gefeuerten Angestellten in einem Brief mitgeteilt und dabei auf Anita Pinder, eine Beauftragte für Chancengleichheit und Bürgerrechte, verwiesen – doch Pinder ist demnach bereits seit einem Jahr tot.

USA: Tote taucht noch auf Regierungs-Website auf

Für ihre ehemaligen Kolleg:innen sei dies besonders schockierend gewesen, sagte Karen Shields, die mit Pinder zusammengearbeitet hatte, der "Washington Post". Es sei offensichtlich, dass die Verantwortlichen sich nicht mit den örtlichen Mitarbeiter:innen abgestimmt hätten, die von Pinders Tod wussten und teilweise sogar bei ihrer Beerdigung gewesen seien, erklärte Shields.

Sie findet: "Das ist ein Mangel an Kommunikation. Es gibt einfach einen besseren Weg, dies zu tun." Für Shields ist der Vorgang exemplarisch für das Chaos, das die Trump-Administration mit den zahlreichen Entlassungen auslöst.

Doch wie konnte das Missverständnis ausgelöst werden? Laut der Zeitung sei Pinders Stelle auf der Seite des zuständigen lokalen Gesundheits-Centers als vakant ausgeschrieben. Das Gesundheitsministerium wieder habe sie noch immer als Beauftragte für Chancengleichheit und Bürgerrechte gelistet.

Neben ihr soll es in der Liste auch weitere inkorrekte Einträge geben. Weitere entlassene Angestellte wurden demnach angewiesen, sich an eine andere Diskriminierungsbeauftragte zu wenden – diese sei jedoch bereits einen Monat zuvor gefeuert worden.

USA: Trump-Vize Vance blamiert sich bei Grönland-Besuch
J.D. Vance war zu Besuch auf Grönland, um sich mal anzuschauen, welches Land man sich da eigentlich unter den Nagel reißen möchte. Dabei unterlief ihm vor lauter Selbstinszenierung ein peinliches Missgeschick.

Weil US-Präsident Donald Trump Geopolitik mit dem Brettspiel "Siedler von Catan" verwechselt, war dessen Vize J.D. Vance am Freitag auf Stippvisite in Grönland. Die offiziell zu Dänemark gehörende Insel steht ganz oben auf der Wunschliste von Trump, noch vor Kanada und dem Panamakanal.

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