Eine USS Antietam (CG 54) im südchinesischen Meer. 
Eine USS Antietam (CG 54) im südchinesischen Meer. Bild: handout/ap

Warum sich China über US-Schiffe im Südchinesischen Meer ärgert

28.05.2018, 10:3828.05.2018, 10:41

China hat sein "starkes Missfallen" über die Passage zweier US-Kriegsschiffe im Südchinesischen Meer bekundet. Das Außenministerium in Peking drückte in einer Mitteilung seinen "entschiedenen Widerspruch" gegen die Aktion aus, bei der am Sonntag ein Zerstörer und ein Kreuzer nahe einer Inselgruppe vorbeigefahren waren, deren territoriale Zugehörigkeit umstritten ist.

  • Die US-Schiffe seien unerlaubt in chinesische Hoheitsgewässer eingedrungen, erklärte das Ministerium.
  • Die US-Kriegsschiffe seien von der chinesischen Marine angehalten worden, um "dem Gesetz entsprechend" ihre Identität festzustellen, hieß es weiter aus Peking.
  • Anschließend seien die Schiffe angewiesen worden, die Gewässer zu verlassen. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, die Schiffe seien "ausgewiesen" worden.

Was war geschehen?

Am Sonntag fuhren die "Higgings" und die "Antietam" an den Paracel-Inseln vorbei, die außer von China auch von Taiwan und Vietnam beansprucht werden. Die US-Marine schickt regelmäßig Schiffe ins Südchinesische Meer, um der Forderung nach einem freien Schiffsverkehr in der Region Nachdruck zu verleihen.  

China beansprucht praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich. Um ihre Ansprüche zu unterstreichen, hat die Volksrepublik dort mehrere künstliche Inseln aufgeschüttet, auf denen Kampfflugzeuge und anderes militärisches Gerät stationiert werden können. Vor etwa zehn Tagen waren erstmals chinesische Kampfflugzeuge auf einer umstrittenen Insel in der Region gelandet. Die USA kritisierten die Aktion.

(pb/afp)

Biden kritisiert China in erstem Telefonat mit Staatschef Xi Jinping

Im ersten Telefonat des neuen US-Präsidenten Joe Biden mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sind die Gegensätze zwischen den beiden Mächten offen aufeinander geprallt. Nach Angaben des Weißen Hauses unterstrich Biden in dem Gespräch seine "grundlegenden Sorgen über Pekings zwangsweise und unfaire wirtschaftliche Praktiken, die Repression in Hongkong, Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang und zunehmend herausfordernde Aktionen in der Region, einschließlich gegenüber Taiwan".

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