Es ist bei Politiker:innen im hohen Alter nicht ungewöhnlich, dass sich die Öffentlichkeit eingehend mit dem Grad des Verfalls der jeweiligen Person beschäftigt. Bei dem ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden prägten seine republikanischen Kontrahenten den Spitznamen "Sleepy Joe", aber auch auf Social Media häuften sich mit der Zeit Memes von dem offensichtlich alternden Demokraten.
Auch bei seinem Nachfolger Donald Trump gibt es spätestens seit Beginn von dessen zweiter Amtszeit Bedenken bezüglich seiner potenziellen Senilität. Mit einem Alter von 79 Jahren schlägt er Biden schließlich gerade einmal um drei Jahre.
Aktuell ist es ausgerechnet ein Foto von Trumps Hand, das auf Social Media erneut die Spekulationen über dessen Gesundheitszustand anheizt.
Bei einer Pressekonferenz vor dem Weißen Haus hatte einer der anwesenden Fotograf:innen ganz nah an die rechte Hand des US-Präsidenten gezoomt. Auf dem entstandenen Bild ist sehr deutlich zu erkennen, dass dort großflächig Make-up aufgetragen worden war.
Vor einigen Monaten hatten bereits Fotos von einem Staatsbesuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron die Runde gemacht, bei dem auf Trumps rechter Hand ein großer blauer Fleck prangte. Der US-Präsident begründete die Verletzung mit dem vielen Händeschütteln in seinem Job und sprach von einem "Arbeitsunfall".
Tatsächlich soll Donald Trump für seinen besonders festen Händedruck bekannt sein.
Ein Arzt hatte dem Portal "The Daily Beast" allerdings bestätigt, dass Händeschütteln eigentlich keine blauen Flecken verursachen kann. "Ich habe viele Geschäftsleute als Patienten und ich habe noch nie erlebt, dass sie durch zu häufiges Händeschütteln blaue Flecken bekommen", sagte Dr. Neal Patel.
Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt wählte zunächst erneut eine entsprechende Begründung für die Make-up-Flecken auf dessen Hand. "Präsident Trump ist ein Mann des Volkes und schüttelt jeden Tag mehr Amerikanern die Hand als jeder andere Präsident vor ihm", behauptete sie.
Expert:innen legten allerdings nahe, dass der Bluterguss die Folge einer Infusion in Trumps Hand sein könnte. Auch Alterserscheinungen könnten demnach eine Rolle spielen.
Ende der Woche äußerte Leavitt sich dann nochmal und gab bekannt, dass der US-Präsident an einer chronisch venösen Insuffizienz leide. Die Blutergüsse hingegen seien das Ergebnis von "häufigem Händeschütteln und der Einnahme von Aspirin", betonte sie.
Auf Social Media jedenfalls sehen sich viele trotz der Erklärung von Leavitt in ihren Vermutungen bestätigt. "Geschwollene Knöchel bei der Klub-WM, geprellte Hand bei der heutigen Pressekonferenz. Verheimlicht die Trump-Regierung den Gesundheitszustand des Präsidenten?", schreibt ein Nutzer auf X.
Nach der Preisverleihung der Klub-WM in den USA hatten Fotos von Trumps Beinen die Runde gemacht, auf denen seine Füße ungewöhnlich geschwollen aussahen.
Erst im Frühjahr hatten Ärzt:innen im Weißen Haus allerdings beteuert, dass sich Donald Trump "nach wie vor einer exzellenten Gesundheit" erfreue. Ein umfassender Gesundheitscheck habe demnach keinerlei Auffälligkeiten ergeben. Auch nach den sich häufenden Spekulationen um seine Hand bestätigte seine Pressesprecherin, dass der Präsident "bei bester Gesundheit" sei.