19-Jährige aus Händen von Weltuntergangs-Sekte im Dschungel von Peru befreit

06.07.2018, 13:34

Die peruanische Polizei hat eine seit mehr als einem Jahr vermisste 19-jährige Spanierin in einem abgelegenen Dschungelgebiet aus den Händen einer Weltuntergangssekte befreit. Patricia Aguilar sowie zwei weitere Frauen und fünf Kinder wurden in einer Hütte in San Martín de Pangoa im Zentrum des Landes entdeckt.

Das teilte die Polizei am Donnerstag (Ortszeit) mit. Bei der 19-Jährigen fanden die Polizisten einen Säugling, nach ersten Ermittlungen ihren Sohn. Der Sektenführer Félix Steven Manrique wurde festgenommen.

Nach Angaben des Chefs der Anti-Menschenhandel-Polizeieinheit, José Antonio Capa, hielt sich der Sektenführer für einen Gesandten Gottes und ließ sich "Prinz von Gurdjeff" nennen. Über soziale Netzwerke wie Facebook habe er Frauen angelockt und sie dazu gebracht, sich seiner Gruppe anzuschließen.

Patricia Aguilar (3.v.l.) sowie zwei weitere Frauen und fünf Kinder wurden in einer Hütte in San Martín de Pangoa im Zentrum des Landes entdeckt.
Patricia Aguilar (3.v.l.) sowie zwei weitere Frauen und fünf Kinder wurden in einer Hütte in San Martín de Pangoa im Zentrum des Landes entdeckt.
Bild: Peruvian Police

Patricia Aguilar war im Februar vergangenen Jahres von ihrer Familie als vermisst gemeldet worden. Mehrere Monate nach ihrem Verschwinden sagte die junge Frau einem peruanischen Fernsehsender, sie halte sich freiwillig in Peru auf.

Ihr Vater Alberto Aguilar sagte Reportern, seine Tochter stehe psychisch völlig unter dem Einfluss des Sektenführers. Er war nach Lima gekommen, um die Suche nach seiner Tochter voranzutreiben.

(sg/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Alle Storys anzeigen

Brände am Mittelmeer wüten weiter – Touristenorte evakuiert

Die Feuerwehrleute in zahlreichen Touristenorten am Mittelmeer kommen nicht zur Ruhe: Am Sonntag wüteten weiterhin hunderte verheerende Waldbrände. In der Südtürkei wurden erneut dutzende Hotels und Dörfer evakuiert. Italien meldete über 800 Brände, darunter allein 250 auf Sizilien. Auf dem griechischen Peloponnes mussten ebenfalls Einwohner und Touristen in Sicherheit gebracht werden. Derweil meldeten die Einsatzkräfte einen neuen Brand auf der Insel Rhodos.

Besonders heftig ist die Situation in …

Artikel lesen
Link zum Artikel