Putin soll vor Trump mit Russlands Prostituierten geprahlt haben

20.04.2018, 07:2720.04.2018, 07:40
Bild: imago stock&people

Nach den Gesprächsnotizen des ehemaligen FBI-Chefs James Comey hat der russische Staatschef Wladimir Putin vor dem US-Präsidenten Donald Trump geprahlt, Russland habe "die schönsten Prostituierten der Welt". Eine geschwärzte Version der Papiere wurden am Donnerstag von US-Medien veröffentlicht. Sie dokumentieren Treffen und Telefongespräche Comeys mit Trump vor der Entlassung des Ex-FBI-Mannes im Mai.

Die Dokumente gelten als wichtiges Beweisstück in der Frage, ob Trump versucht hat, die Ermittlungen zu einer möglichen russischen Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl 2016 zu behindern. Dazu twitterte Trump am Donnerstagabend, Comeys Notizen zeigten klar, dass es "keine Zusammenarbeit" mit Russland und "keine Behinderung" der Ermittlungen gegeben habe. Außerdem habe Comey geheime Informationen durchsickern lassen. "Wird die Hexenjagd weiter gehen?"

Es geht immer noch um die angeblichen "Pee Pee Tapes"

Zuvor hatte das Justizministerium auf Anfrage republikanischer Abgeordneter dem Kongress eine Kopie der Comey-Papiere übergeben. Damit sollte laut der Nachrichtenseite "Politico" ein Patt zwischen dem stellvertretenden Justizminister Rod Rosenstein und den Republikanern abgewendet werden. In seinen Notizen geht es auch um ein Dossier eines britischen Ex-Spions, wonach Russland möglicherweise kompromittierendes Material über Trump besitzt.

Und Trump über Comey (natürlich beleidigend, natürlich auf Twitter):

Den Notizen zufolge habe Trump gesagt, er fände es unangenehm, dass seine Frau Melania denken könne, er habe sich 2013 in Moskau mit Prostituierten vergnügt. Laut Trump habe Putin ihm gegenüber auch gesagt: "Wir haben einige der schönsten Prostituierten der Welt."

Comey veröffentlichte diese Woche sein Buch "A Higher Loyalty: Truth, Lies and Leadership" (deutscher Titel: "Größer als das Amt: Auf der Suche nach der Wahrheit – der Ex-FBI-Direktor klagt an"). Über die Notizen hat er sich bereits mehrfach öffentlich geäußert.

(dpa)

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