Horst Seehofer nutzt jetzt "ganz moderne Methoden" und beginnt zu twittern

12.09.2018, 08:4912.09.2018, 10:40

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Horst Seehofer twittert jetzt!

Am Dienstag erschien auf der Seite seines Ministeriums ein Video, in dem er erklärt, dass er sich von nun an "der ganz modernen Methoden" bedienen werde.

Weiter erklärt er, dass er sich auf eine "starke Resonanz" auf seine Tweets freuen würde. Sie sollen mit dem Kürzel "HS" gekennzeichnet sein. (Einen eigenen Twitter-Account wie zum Beispiel @therealhorstseehofer hat Seehofer ja nicht.) Er wird den Zugang des Innenministeriums nutzen.

Was will Seehofer jetzt auf Twitter?

Der Minister sagt:

"Mein Ziel ist es, mit Ihnen in einen Dialog zu kommen."
Horst Seehofer, über seinen Grund zu twittern

Mit uns Bürgern also. Scheint fast so, als wäre ihm das in seinem mehr als 45-jährigen politischen Schaffen bisher nicht oder zumindest nicht hinreichend gelungen. Denn wozu bräuchte es sonst diese besagten "ganz modernen Methoden"?

Seehofer wirkt jedenfalls überzeugt und fast fröhlich. Seine politische Leitlinie sei es schon immer gewesen, mit den Leuten "zu reden, auf sie zu hören und die Meinungen der Bürger auch in praktische Politik umzusetzen."

Spannend wird, ob der umstrittene Minister es schaffen wird, auf Twitter seine Rolle als Minister der Bundesregierung und Chef seines Innenministeriums von seiner Rolle als Politiker zu trennen. Denn noch einmal: Er twittert mit dem Ministeriumsaccount, für CSU-Wahlkampf oder Seehofersche Machtpolitik à la "Das dürfen Sie alles Senden" darf da eigentlich kein Raum entstehen.

Zum Schluss betont der Minister:

"Politik ist heute eine Dienstleistung für die Bürger."
Horst Seehofer, über seine zentrale Politik-Erkenntnis

Das stimmt. Auch wenn sie das nicht erst seit heute ist, sondern immer sein sollte, aber was soll's. Und zum Schluss gibt HS den Startschuss:

"Jetzt geht's los mit dem Twittern!"
Host Seehofer... äh....warnt? Droht? Verspricht? Informiert?

Das ist sein Erstling:

Der Minister gedachte der Opfer der US-Terroranschläge vom 11. September 2001 und schrieb:

Karl Lauterbach warnt vor nächster Corona-Welle im Herbst – das ist sein Rat

Die niedrigen Temperaturen läuten die Erkältungssaison ein. Ob im Büro, im Bus oder in der Schlange im Supermarkt – die Leute schniefen und husten. Doch auch dieses Jahr denkt wohl jeder als erstes: "Hoffentlich kein Corona!"

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