Bild: Santiago Billy/AP

73 Tote, 6 Dörfer evakuiert – Feuervulkan in Guatemala spuckt erneut Lava

06.06.2018, 02:0606.06.2018, 06:21

Nach der heftigen Vulkaneruption mit Dutzenden Toten in Guatemala ist der "Volcán de Fuego" am Dienstag wieder ausgebrochen. 

Sechs Ortschaften im Gefahrengebiet wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes evakuiert. Ärzte, Helfer und Journalisten wurden aus der Region um den Feuervulkan in Sicherheit gebracht, wie die Feuerwehr von Guatemala-Stadt auf Twitter mitteilte.

  • Nach der erneuten Explosion wälzte sich Lava den Südhang des Berges hinab.
  • Zudem wurde ein dichter Rauch- und Aschevorhang erwartet, wie das Institut für Vulkanologie des lateinamerikanischen Landes auf Twitter erklärte.
  • Der Lavastrom könne heiße Gase absondern, weshalb das Gebiet unbedingt gemieden werden sollte.

 

Auch am Dienstag hatten wir bereits über den Ausbruch berichtet: 

Schlamm und Asche haben ganze Dorfschaften unter sich begraben.
Schlamm und Asche haben ganze Dorfschaften unter sich begraben.Bild: rEUTERS

Der Vulkan südwestlich von Guatemala-Stadt war schon am Sonntag ausgebrochen:

  • Die Lavamassen zerstörten zwei Ortschaften nahezu vollständig.
  • Mindestens 73 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Die Zahlen steigen stetig.
  • Fast 200 Menschen seien noch immer vermisst, teilte der Katastrophenschutz des mittelamerikanischen Landes am Dienstag mit.
  • Rund 4500 Menschen mussten demnach in Sicherheit gebracht werden, nachdem der Vulkan am Sonntag ausgebrochen war. Der Vulkan verlor derweil an Kraft.
  • Nach Angaben des Sprechers der Katastrophenschutzbehörde Conred, David de León, waren von dem Ausbruch am Sonntag insgesamt 1,7 Millionen Menschen betroffen.

Hier findest Du weitere Bilder der Katastrophe:

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Vulkanausbruch in Guatemala tötet mindestens 25 Menschen
quelle: ap / moises castillo
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Wie gefährlich ist der Vulkan?
Der Volcán de Fuego ist einer von drei aktiven Vulkanen in dem mittelamerikanischen Land. Seit 2002 zeigt der etwa 3700 Meter hohe Berg wieder eine verstärkte Aktivität. Erst im Mai war der Vulkan ausgebrochen und hatte eine Schlammlawine ausgelöst.

(aj/dpa)

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