International

Wal stirbt, weil er mehr als 80 Plastiktüten im Magen hat 😢

02.06.2018, 16:5603.06.2018, 15:18

Nach vergeblichen Rettungsversuchen ist in Thailand ein Wal mit 80 Plastiktüten im Bauch gestorben. Der Säuger konnte trotz intensiver tierärztlicher Bemühungen nicht gerettet werden, wie die Meeres- und Küstenbehörde am Samstag auf ihrer Facebookseite mitteilte.

Der halbtote Pilotwal war in einem Kanal an der Grenze zu Malaysia gefunden worden. Bevor das Tier verendet sei, habe es noch fünf Plastiktüten erbrochen. Eine Autopsie habe dann mehr als 80 Beutel im Magen des Wals zum Vorschein gebracht.

"Wenn man 80 Plastikbeutel im Magen hat, stirbt man", sagte der Meeresbiologe Thon Thamrongnawasawat von der Universität Kasetsart. Das Tier habe schlicht keine nährstoffhaltige Nahrung mehr aufnehmen können.

Am Donnerstag hatten die Behörden Fotos von der Rettungsaktion veröffentlicht. Diese zeigten, wie Helfer unter anderem mithilfe eines Sonnenschirms versuchten, das Tier vor dem Austrocknen zu schützen, nachdem es gestrandet war. Die Mühe blieb vergebens.

Bei einer Autopsie wurden die Plastiktüten im Bauch des Wals entdeckt, die insgesamt rund acht Kilogramm wogen. Die Fotos der Autopsie zeigen, wie verstopft der Magen und Darm des Wals wirklich war. Da die Bilder nicht jedermanns Sache sind, zeigen wir sie hier nicht. Auf der Facebook-Seite des Ministeriums sind sie aber einsehbar.

Kurzflossen-Grindwale (auch Indische Grindwale genannt) werden in der Regel etwa fünf bis sieben Meter lang. Sie wiegen bis zu drei Tonnen. Im Unterschied zum Gewöhnlichen Grindwal, der kältere Regionen bevorzugt, sind sie in verhältnismäßig warmen Gewässern zu finden.

Thon zufolge verenden vor Thailands Küste jährlich mindestens 300 Meerestiere, darunter Wale, Meeresschildkröten und Delfine, an Plastik, das sie fressen. "Das ist ein Riesenproblem." Das Königreich gehört zu den weltweit größten Plastiktüten-Konsumenten.

Arme Tiere mit Plastik

1 / 9
Arme Tiere mit Plastik
quelle: istockphoto / choice76
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

(afp)

Putin hat sich verzockt: "Der warme Winter in Europa ist ein harter Schlag"
Putin hoffte, dass Europa im Winter der Strom ausgeht. Doch er hat sich verkalkuliert. Zwei Experten erklären, wie sich Putin geirrt hat.

Die Vorstellung, dass ein kalter Winter Europa in die Knie zwingen würde, ist weitverbreitet in Russland. So machte bereits im September in den sozialen Medien ein russisches Propagandavideo die Runde.

Zur Story