Berliner Staatsanwälte erheben Anklage nach antisemitischem Angriff

18.05.2018, 15:11

Nach dem antisemitischen Anschlag auf einen jungen Mann mit Kippa in in Berlin im April hat die Berliner Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen den 19-jährigen mutmaßlichen Täter erhoben. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. 

Der 19-jährige Syrer Knaan Al S. sei wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung vor dem Jugendschöffengericht Tiergarten in Berlin angeklagt worden.

Um diesen Angriff geht es:

Der 19-Jährige soll mit einem weiteren Täter einen jungen Israeli und seinen Begleiter zunächst beleidigt und dann körperlich angegriffen haben. Dabei schlug er mit einem Gürtel auf den Kippa-tragenden Israeli ein und rief dabei auf arabisch "Jude". Das Opfer erlitt eine aufgeplatzte Lippe und hatte länger anhaltende Schmerzen an Kopf und Körper, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der mutmaßliche Täter sitzt seit dem 19. April in Untersuchungshaft.

Nach der Tat kam es zu mehreren Solidaritätsbekundungen mit der jüdischen Gemeinde in Deutschland.

In Berlin gingen mehrere Tausend Menschen bei der Aktion "Berlin trägt Kippa" auf die Straße.

Video: watson/Felix Huesmann, Leon Krenz, Lia Haubner

(fh)

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Zumindest gesellschaftspolitisch dürfte der Ampel in spe ein Aufbruch gelingen: So planen sie zum Beispiel die Abschaffung des Paragraphen 219a, der es Frauen bislang schwierig machte, sich adäquat über Abtreibungen aufklären zu lassen und behandelnde Ärzte zu finden.

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